Kyek-Pa

Kyek-Pa

Der Bruchtest (Kyek-Pa) wird im normalen Training nicht geübt. Er dient nur der Kontrolle, um festzustellen, ob eine Technik wirkungsvoll ausgeführt werden kann. Hierbei werden nur Grundtechniken verwendet, die auch im Training vorkommen.
Im Idealfall ist jede Technik in jeder Trainingseinheit so fest, dass sie ein Brett zerbrechen kann.
Anstelle des Brettes muss man sich ein Ziel am Körper eines Angreifers vorstellen, um ein Bild vom Sinn dieser Demonstration zu bekommen.Es sieht aber im allgemeinen schwieriger aus, ein Brett zu zertrümmern, als es wirklich ist (dies ist natürlich auch abhängig von der Dicke des Bretts).

Wichtig ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der eine Technik ausgeführt wird.

Außerdem muss im Moment des Auftreffens der ganze Körper angespannt sein, da sonst die Energie nicht auf das Brett, sondern auf den Ausführenden übertragen wird.

Wer also schon mit der Einstellung “Das schaff ich eh nie…” an das Brett herantritt, wird die Technik auch so zaghaft ausführen, dass es wirklich wehtut.

Schlägt oder tritt man aber in der festen Überzeugung, dass das Brett überhaupt kein Hindernis darstellt, so wird der Bruchtest im Normalfall auch gelingen.

So ist die Spezialität des Großmeisters Kwon-Jae-Hwa, 7. Dan, auch der Bruchtest mit einem Flußkieselstein (sie haben richtig gelesen), für den allein schon zum Versuch eine enorme Willenskraft und Selbstüberwindung nötig ist.